Die Geschichte der Domäne Koblenz


Koblenz war für Jahrhunderte ein weißer Fleck auf der Landkarte der europäischen Kainskinder. Eine jener Städte die man mied weil irgend ein alter Kainit seinen Claim abgesteckt hat und niemanden in seinem Territorium duldete.


Die älteren Nachbarn der koblenzer Domäne wussten, dass es tatsächlich drei Ahnen waren die die Stadt unter sich aufgeteilt hatten und sie abwechselnd regierten, während diejenigen die nicht schon ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel hatten nur eines wussten: Man geht nicht nach Koblenz wenn einem sein Unleben wichtig ist. So weit so langweilig.


Das alles änderte sich 2013. Irgendwas tat sich in Koblenz. Der Status Quo geriet ins Rutschen. Eine Einladung des Seneshalls von Koblenz, dem Ventrue von Altenstein, erreichte die umlegenden Domänen und einflussreichen Kainskinder. Er lud junge ambitionierte Kainskinder ein sich in Koblenz eine Heimat aufzubauen, der Bann war gelöst. Koblenz würde nunmehr junge Kainskinder willkommen heißen. Viele Neonaten kamen dem nach, manche aus Ambition, andere aus Neugierde und andere nicht ganz freiwillig, aber sie kamen.


Damit begannen die Dominos zu fallen.

Innerhalb von 3 Jahren waren alle drei Prinzen entweder tot oder verschollen. Prinz Altenburg gilt diableriert. Sein Mit Prinz LaCroix scheint ihn vernichtet zu haben.

Warum der Toreador seinen Ventruekollegen nach über einem Millennium des Friedens gerade jetzt vernichtete bleibt ein Rätsel. Lacroix wiederum wurde von Altenburgs Kind Alfons Kalt vertrieben, der nachdem er vom Verschwinden seines Erzeugers hörte zurückkehrte und die Herrschaft der Stadt übernahm. Er vertrieb auch die letzen Anhänger der alten Prinzen und bediente sich allein der jungen Neuankömmlinge- die Herrschaft der Prinzen Altenburg und LaCroix war definitiv zu Ende, aber es gab da ja noch einen…


Über den dritten Prinzen ist wenig bekannt, als die Neonaten in die Stadt kamen, als sich die anderen Prinzen gegenseitig vernichteten – nichts! - aber die koblenzer Kainskinder munkeln, dass er noch irgendwo in der Stadt sei und die Entwicklungen mit wachsamen Auge beobachtet.


Alfons Kalt regierte die Stadt auch nur für wenige unruhige Jahre. Der Sabbat drang in die Stadt ein um den neuen Prinzen zu testen und entführten dessen Seneschall Benny Greenbaum; in ihrem Verlangen sich die Stadt bis in den letzten Winkel Untertan zu machen stolperten unvorsichtige Kainskinder über Werwölfe im koblenzer Stadtwald; in einem Akt epischer Sorgenlosigkeit verkaufte der Malkavianerälteste Tannenbach sein Blut an die koblenzer Unterwelt als Droge und machte Elemente der organisierten Kriminalität auf die Existenz der Kainskinder aufmerksam.

2016 wurde Prinz Kalt schließlich von einer Koalition der umliegenden Prinzen und der Kainskinder der Stadt zur Flucht gezwungen wurde. Seitdem regiert mit Peter Jäger vom Clan Ventrue erstmals einer der Neuankömmlinge die Stadt.


Viele Kainkinder sind im Laufe dieser Jahre zu Prominenz aufgestiegen und wieder verschwunden.

Eine Reihe von Seneschalls stiegen aus den neuen Kainskinder der Stadt auf, Ventruefinanzier Erik Seidenstücker war für einige Monate Seneschall unter Prinz Altenstein, gefolgt von Ventruemafioso Benny Greenbaum der dem Sabbat zum Opfer fiel. Weiteres Aufsehen erregte der Fall des Ventrues E.T. Storm der 2018 unter einem spektakulären Bruch der Maskerade von einem Nosferatu der Stadt ermordet wurde. Selbst der damalige Älteste der Nosferatu und Sheriff Obolus stand im Verdacht beteiligt gewesen zu sein.


Auch die ehemalige Leibwächterin Benny Greenbaums und Scheriff der Stadt da Silva erregte die Gemüter als sie lautstark ihre Loyalität zur Anarchenbewegung erklärte.


Bemerkenswert war die Entscheidung Prinz Kalts 2016 dem Clan Assamite Siedlungsrecht in Koblenz einzuräumen. Seit dem haben mehrere Assamiten in Koblenz ihre Zelte aufgeschlagen und die Stadt zu ihrer Heimat auserkoren. Diese Entscheidung, die Prinz Jäger nach seinem Aufstieg zum Thron bestätigte mit dem Segen der Camarilla, sorgte für Unverständnis und Feindseligkeit der benachbarten Domänen und trug zum Fall Kalts bei.


Das Verhältnis der koblenzer Domäne zu den Nachbarn ist bestenfalls angespannt.


2017 stand die Domäne kurz vor einer offenen Auseinandersetzung mit der Domäne Speyer. Territoriale Ansprüche beider Domänen über die gefallene Domäne Mainz und verschiedene diplomatische Zwischenfälle brachten die beiden Prinzen an den Rand eines Krieges. Dieser endete mit einem wackligen Packt der Prinzen, ausgehandelt von dem später ermordeten E.T.Storm in dem das Territorium Mainzs aufgeteilt wurde.

Damit wuchs das Territorium der Domäne Koblenz und die Zahl der Setskinder erheblich an. Mit diesem neuen Reichtum war die Position Prinz Jägers und der Domäne selbst stark wie nie zuvor.


Augenscheinlich frei von äußerer Auseinandersetzung bleibt der Domäne die innere Auseinandersetzung.

Der erwähnte Mord am Seneshall, der Aufstieg des Tremereältesten L.Morden zum Grafen unter Prinz Jäger und meist gehassten Figur der Domäne, das Auftauchen seltsamer Kulte in Koblenz und Umgebung und anderer Zeichen signalisieren interne Instabilität.


Und das Treiben in Koblenz wird wachsam beobachtet. Wachsam. Immer Wachsam.